Sonntag, 29. Januar 2017

Wren walkt #2-Erste Erfolge

Nachdem Coach N. uns  beim ersten Training die Grundlagen näherbrachte, ging es Gestern bei strahlendem Sonnenschein in die Vollen: eine knappe Stunde liefen wir durch den Wald und übten, die Nordic-Walking-Stöcke richtig zu verwenden, ohne über unsere eigenen Füße zu stolpern. FREUND hatte zu Anfang einen Hüftschwung wie ein Laufstegmodel, während ich eher wirkte, als hätte ich mir einen der Stöcke hinten... an den Rücken gebunden, na ihr wisst schon. Nach und nach bekamen wir jedoch den Dreh raus und eine erste Ahnung davon, wie schnell man mit solchen Stöckchen sein kann.
Achja, und unsere Muskeln bekamen auch eine erste Ahnung: Von Arbeit. Ich spüre heute meine Beine und Arme etwas, Damian seinen Rücken.
Aber das Wichtigste ist: Wir sind beide angefixt mit diesem Sport und haben Bock. Und das ist doch mal die beste Vorraussetzung, oder?

Freitag, 27. Januar 2017

Wrens Waagengezwitscher #2- Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen


 Freitag ist bei mir ab sofort  Hofnarrtag. Und der Hofnarr spricht:71,9 kg. 700g weniger. Bedenkt man die Tatsache, dass das typische Wasservolumen, welches eine rasche "Abnahme"(gespeichertes Wasser) von zusätzlichen 3-5 kg in den ersten Wochen bewirkt, bei mir durch die Low Carb-Ernährung vermutlich schon durch ist, ist das durchaus ein schönes Ergebnis. Außerdem habe ich diese Woche recht wenig Sport getrieben, da ein paar Uni-Horrorfristen anstanden, und ich Abends einfach nur hundemüde ins Bett gewankt bin. Jetzt am Sonntag geht es aber in den Wald zum Nordic Walking, und nachher zum Schwimmen:). Ernährungstechnisch esse ich halt unter meinem Gesamtumsatz, achte auf ausreichend Protein, Fett und verschiedenes Gemüse. Zusätzlich nehme ich noch ein Magnesium-Präparat ein, das wars.
Was steht sonst dieses Wochenende bei mir an? Morgen kommt die Schwester von FREUND zu Besuch und bleibt bis nächste Woche. Geplant sind schwimmen gehen, shoppen, eine Wanderung zum Kloster Arnsburg(bei gutem Wetter) und natürlich reden und gutes Essen. Heute habe ich in der 5. und 6. Stunde noch ein paar Schüler zu bespaßen (in meinem Lieblingsfach Biologie *freu*), und heute Abend wird Pen & Paper gezockt (Legend of the five rings), worauf ich mich auch schon sehr freue.

Was machst du so am Wochenende?

Wren

Mittwoch, 25. Januar 2017

Orientalischer Bolognese-Salat [LCHF/ Low Carb]


"Es ist unglaublich, dass Rinderhack denselben Kilopreis wie Schokolade hat, aber so viel besser schmeckt" meinte Freund heute, als er mit der Hauptzutat für das heutige Gericht nach Hause kam, schön oder?
Die Idee für dieses  tolle Essen ist im Übrigen nicht auf meinem Mist gewachsen. Ich fand die Inspiration im Blog "LABSALLIEBE"  der lieben Susan. Susan ist ein Kind zweier Welten, ein Elternteil ist Deutsch, das andere Perser, und so verbindet die inspirierte Bloggerin kulinarisch das Beste aus beiden Welten geschickt auf ihrem Blog. Klare Empfehlung meinerseits, die Bilder sind super, und die Texte auch, großes Kino!

Ich habe das Gericht etwas umgewandelt, da mir beim Betrachten gleich eine Spielart des unter Low Carbern beliebten Bolognese-Salates in den Sinn kam.
Und so wurde dieses schnelle Essen mit Hilfe eines Haufens guter Gewürze orientalisch angehaucht:


Kardamom, Kurkuma, Zimt, Muskatnuss und Koriander geben dem Hack seinen Pfiff. Normalerweise nimmt man zumindest anteilig Lamm dazu, aber Lamm ist eigentlich zu jeder Jahreszeit hier in Hessen schwer zu bekommen *narf*.
Für ein besseres Mundgefühl habe ich das Hack ausgebraten, so dass es eher eine Art platter Frikadellen geworden sind, aber ich fand das sehr passend vom Gesamtgeschmack her und schon in der Pfanne sah das Gericht sehr lecker aus. Neu für mich war, Knofi in Scheiben ohne vorheriges Anbraten zu dem Gericht zu geben und einfach mitzuschmoren.


Ganz toll hat auch die Salatmischung gepasst: Feldsalat und Radicchio setzen dem würzigen Fleisch sowohl von der Textur als auch vom Geschmack her etwas entgegen und sehen sehr dekorativ aus.


Die blumige Dekoration durfte natürlich auch nicht fehlen. Die Tulpen ließen leider bereits in der Vase die Köpfe hängen, so dass sie heute ihren finalen Auftritt als Dekoelement hatten. Die zweifarbigen Rosen in derselben Vase halten sich erstaunlich gut.


Orientalischer Bolognese-Salat


Zutaten (für 2 Personen):
500g Rinderhack
20g Schweinespeck
2 Zwiebeln
 1Tl Koriander gemahlen 
1Tl Kurkuma gemahlen
1Tl Kardamom gemahlen
1/2Tl Zimt gemahlen
1/2TL Muskatnuss gemahlen
1/2 Teelöffel Paprikapulver Rosenscharf 
Salz

100g Tomatenmark 3fach konzentriert
2 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer

Salatmischung

Zubereitung:
1. Zwiebeln fein hacken und die Flüssigkeit herausdrücken.
2. Hack mit Zwiebeln und Gewürzen gut vermischen
3. Schweinespeck in einer Pfanne auslassen, handflächenbreite Hackfladen formen und in die Pfanne geben.
4. von jeder Seite 5 Minuten braten.
5. Knoblauchzehen in Scheiben schneiden. Tomatenmark mit  Wasser, Salz und Pfeffer anrühren, über das Fleisch geben. Knoblauchscheiben dazugeben und auf mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Soße sämig ist.
6. Salat waschen und auf Tellern anrichten.
7. Fleisch und Soße über den Salat geben.


Lass es dir schmecken!
Deine Wren

Dienstag, 24. Januar 2017

Von heißen Herzchen und gerösteten Röschen [Low Carb/LCHF]


Ich liebe Rosenkohl. Ich mag diese leichte Bitternote, die leider aus den meisten Genüsesorten rausgezüchtet wurde, weil sie vielen Menschen nicht schmeckt. Als Kind konnte ich Rosenkohl im Übrigen nicht ausstehen. Das mag zu Einem daran gelegen haben, dass Kinder Bitterstoffe stärker wahrnehmen und diese Instinktiv ablehnen ( Denn in der Regel bedeutete "Bitter" in früheren Zeiten nicht selten "giftig") zum Anderen daran, dass der Rosenkohl bei uns immer gekocht als Beilage auf den Tisch kam.

Dabei enttfalten die kleinen Röschen, wie die meisten Kohlsorten, ihr volles Aroma erst, wenn sie geschmort oder geröstet werden und taugen dann durchaus als Hauptdarsteller einer Mahlzeit. Röstaromen verzaubern den Rosenkohl regelrecht. Gibt man jetzt, wie in diesem Rezept, noch etwas Schweinespeck hinzu und brät den, aufgrund der größeren Fläche halbierten, Kohl darin an, befindet sich das Ergebnis schon nahe am Himmlischen. Kokosöl ginge auch, bringt aber nicht den vollen Umami-Geschmack.


Damit so eine Pfanne aber auch richtig satt macht, muss da Protein rein. Und damit kommen wir zu einer zweiten Zutat, die viele Menschen abschreckt: Hähnchenherzen. Innereien sind ja heute generell nicht mehr so beliebt, vielleicht weil sie als unrein gelten oder die Entfremdung vom Natürlichen in unserer Gesellschaft schon so weit fortgeschritten ist, ich weiß es nicht. Fest steht: So ein Hähnchenherz sieht aus wie ein Körperteil und nicht wie ein kleiner Backstein oder ein Dino. Fest steht aber auch: das Herz gehört zu den am besten trainiertesten Muskeln und ist wunderbar zart. Ich empfehle also allen, sich einmal ein Herz zu fassen und die kleinen Herzchen einfach zu probieren, sie sind sehr lecker.


Der schon erwähnte Speck macht die Sache rund und die Pfanne perfekt. Ein schönes, einfaches, leichtes Gericht. Welches noch nach Winter schmeckt aber sich schon ein wenig wie Frühling anfühlt.

Herzhafte Hähnchen-Rosenkohl-Pfanne

Zutaten (für 2 hungrige Personen)
800g Rosenkohl
500g Hähnchenherzen
40g Schweinspeck
Muskat
Salz/Pfeffer

Zubereitung:
1. Den Rosenkohl in Salzwasser gar kochen. Mit Eiswasser abschrecken, so behalten die Röschen ihre sattgrüne Farbe
2. Röschen halbieren.
3. Röschenhälften mit den Herzen und dem Speck in eine Pfanne geben und etwa 10 Minuten scharf anbraten. Zwischendurch umrühren.
4.Mit Muskat, Salz und Pfeffer würzen, servieren.



Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen und essen! Ich werde derweil in den neuesten Ausgaben meiner Lieblingszeitschriften stöbern und mich inspirieren lassen, für weitere tolle Rezepte!



Mach es dir schön!

Deine Wren

Montag, 23. Januar 2017

Kleine Schätze


Ich war ja über das Wochenende meine Großeltern besuchen. Und wie das so ist, wird viel erzählt und in Erinnerungen geschwelgt. Irgendwann meint meine Großmutter dann, dass sie noch ein chinesisches Teeservice hat, und ob ich daran Interesse hätte, sie würde Selbiges nie nutzen. Das musste ich mir natürlich ersteinmal anschauen, worum es sich da handelt, und BINGO!: das Service  ist ein Original Japanisches Teeset, nicht chinesisch, und es lag nunmehr 50 Jahre unbenutzt im Schrank, das musste sich ändern!



Das Teeset stammt von der Firma "Maruku-China" und kann somit auf etwa 1940- 1950 datiert werden. Die Firma stellte diese Sets in der Nachkriegszeit her, überwiegend für den Export, da das Interesse an der asiatischen Kultur im Westen immer größer wurde und die Nachfrage stieg. Viele schöne Sets gibt es  in dieser Reihe, aber dieses mit dem roten Ahorn, der ein Symbol für Schönheit und Eleganz ist, gefällt mir mit am Besten.

Das Set ist sehr gut erhalten und umfasst eine große (1l) Kanne, ein Zuckerschälchen, ein Milchkännchen, 6 Kuchenteller, 6 Untertassen und 6 hauchdünne Teetassen aus feinem Porzellan. Das Teesieb ist aus demselben Material, was dem Geschmack von gutem Tee natürlich nicht abträglich ist.

Alle Teile haben die Bahnfahrt zurück gut überstanden und so erfreue ich mich gerade an einer Kanne Yasmin-Tee, die aus diesen schönen Tassen gleich nochmal so gut schmeckt!


Einen schönen Wochenstart!
Wren

Donnerstag, 19. Januar 2017

Verpflegung...

Morgen gehts auf lange Reise zu den Großeltern. Und als handlichen Snack für Morgen, falls ich im Zug  hungrig werde, brate ich mir gleich eine Packung Hähnchenherzen an. Und wenn  mir gegenüber im Abteil dann so nen Hipster sitzt, der seine veganen Fruchtschnitten mümmelt, dann, ja DANN hole ich die  Herzen raus und werde sie geräuschvoll verspeisen, während ich auf meinem Gameboy Pokemon zocke.

Ich mag Zugfahren

Mittwoch, 18. Januar 2017

Wrens Waagengezwitscher #1: Die bittere Wahrheit


Ja na gut, so hochdramatisch war es jetzt auch nicht: 72,6 kg zeigte der Hofnarr (wenn ich der Zaunkönig bin, ist die Waage der Hofnarr) heute Morgen an.
Das ist zugegebenermaßen sogar weniger als ich erwartet hatte, nach 5 Monaten kein Sport und viel nomnom. Hier aber der einwandfreie Beweis: JA, auch mit Low Carb lässt sich formidabel zulegen, langsam aber stetig.

72,6 kg sind aber immer noch 7 Kg vom Normalgewicht  und ganze 14 kg vom Idealgewicht entfernt. Angesichts der Tatsache, dass ich jetzt wieder Sport mache, sehe ich dem Ganzen relativ beruhigt entgegen, esse zusätzlich ein bisl unterm Gesamtumsatz und werde jeden Mittwoch berichten wie es flutscht. 
Was heute schoneinmal gut flutschte, war mein 60seitiger-SchulPraktikumsbericht, den hab ich nun nämlich endlich fertig *HUAAAAAA!!!- ne echt ich habe keine Lust mehr auf Reflexion...*. Morgen noch ein 90 Minuten Referat und dann bin ich wieder voll für euch da mit Rezepten und kulinarischen News aus dem Zaunköniginnennest:).
Bis dahin:

Mach es dir schön!
Wren


Dienstag, 17. Januar 2017

Wrens Waagengezwitscher: Präludium


Dieser Moment, wenn du deinen Arzt fragst, was du noch gegen nen Bandscheibenvorfall-Rückfall machen kannst (der hält mich unter Garantie schon für nen Hypochonder), er dich kritisch anschaut und nur meint: " Also jedes Kilo weniger entlastet den Rücken" *mrmpf*.

Ok, na gut Challenge accepted. Was mir aus Gründen der Eitelkeit mittlerweile eher Wurst war (solange ich meine Zehen im Stehen noch sehe, die Treppen ohne Röcheln hochkomme und ich nicht beim Antippen nachwackel wie so nen Wackelpudding ist alles tuffig) bekommt jetzt konkrete gesundheitliche Dimensionen. Das heißt dann wohl: Ade Low Carb-Nachbauten, bis auf Weiteres jedenfalls. Ich habe mir heute ein günstiges Wiegemonster gekauft und werde mich da morgen mal draufhüppen und mal schauen, was quasi monatelanges freestyle-futtern bewirkt haben. Ich tippe so auf um die 70kg, was jetzt nicht krass viel aber immer noch ordentlich übern Normalgewicht ist wenn ich meine 1,62m so betrachte. Und ich möchte schon zum Normalgewicht, um meinem Rücken die Veranlassung zu nehmen, mich erneut aufs Kreuz zu klatschen, heißt so 58 kg. Also Mädels: erhöhen wir den Proteinanteil  und senken wir die besinnungslose-Zwischendurch-Fresserei.
Und wer jetzt denkt: "Oah mistig, hier gibt es ab Morgen nur noch Salat mit in Mineralwasser angebratenem Fleisch" äähhh nene, das schmeckt nicht. Hier bleibt es so lecker wie sonst, garantiert. Allerdings gibt es erst nächste Woche wieder Foodbilder, weil mir zwei Unifristen böse im Nacken hängen und ich die ersteinmal wegracken muss bevor ich irgendetwas anderes machen kann*meeeehhh*
Und wer sich jetzt noch fragt, was ein Präludium ist: Dabei handelt es sich um ein Ereignis, das etwas einleitet, den Nerds hier auch von Magus bekannt.

Allzeit Speckweg! (Außer zu Eiern, da gehört Speck zu)

Wren

Sonntag, 15. Januar 2017

Wren walkt #1

Heute um 9 war sie da.
Meine erste Nordic-Walking- Trainingsstunde.
Nach drei Monaten  quasi Nichtstun.
Es hatte sich bereits ein kompetenter Trainer,  N., gefunden, und wir hatten ausgemacht, uns am Licher Schlosspark zu treffen.

Im Vorfeld gestaltete sich die Suche nach einer passenden Hose schwierig, denn ich besitze leider keine wintertaugliche Laufhose, und kurze Buchse bei 0°C war mir dann doch etwas zu ambitioniert. Schließlich wurde es dann eine der lockeren "Gammeltag- Jogginghosen" mit einer kurzen Thermolaufhose drunter. Knie abwärts war es dann später etwas kühl aber erträglich. Oberteile hatte ich zum Glück genug und meine Laufjacke war auch noch zu finden. Rasch die Dachs-Mütze  (ich besitze eine nicht zu verachtende Auswahl an Tiermützen) aufgesetzt, Laufschuhe an, und fertig.

FREUND wollte dann auch mit, um zu gucken wie ich mich aufs Mett lege;).
Am Treffpunkt angekommen, war N. auch schon da, man begrüßte sich freundlich, und HA!: FREUND wurden auch ein paar Stöcke in die Hand gedrückt, mit den Worten :" da musst du jetzt durch", mitgehangen, mitgefangen.

Und so taten wir, unter fachlicher Anleitung, die ersten Schritte in ein neues Hobby.  Ich hatte die ersten Minuten arge Probleme mit der Arm- Bein-Bewegungs- Kombi, während FREUND diverse Male über seine Stöcke stolperte. Dank der Ratschläge von N.  stellten wir uns aber  mit der  Zeit zunehmend weniger dämlich an und zogen bei strahlendem Sonnenschein im schneebedeckten Park unsere Runden beim Nordic Walking, oder besser: "Nordic-Schleifing". DENN, bevor man die Stöcke richtig aufsetzen kann, ist es wichtig, die Schwingbewegung der Arme zu üben. Die Stöcke werden dabei nur durch Schlaufen am Arm gehalten, man spreizt die Arme seitlich etwas ab, die Hände offen, und zieht die Stöcke ersteinmal mit, um ein Gefühl für die Dinger zu bekommen. Ein Hund war ziemlich enttäuscht, als er feststellte, dass wir die "Stöckchen" nicht werfen, wo wir doch schon jeder zwei davon haben... .
Eine ganze Stunde waren wir so unterwegs, und ja, ich kann mir vorstellen, dass das noch richtig Spaß machen kann, auch auf Dauer, und freue mich schon auf die nächste Woche:D

Fazit: Tolle Sache, aber nächste Woche Handschuhe mitnehmen, die hatten wir nämlich vergessen.

Wren







Freitag, 13. Januar 2017

Von gefühlten ELEFANTEN und PUNKIGEN Süßkartoffeln [Vegetarisch]



Heute waren FREUND und ich endlich schwimmen, im ortseigenen Schwimmbad. Wobei ich eher wassergymnastet habe, weil ich nicht Brustschwimmen soll und ich beim Rückenschwimmen immer an die Beckenkante donnere, und der Kopf muss nicht auch noch kaputt, von Außen.

Während ich also da rumdümpelte, erbarmte sich eine Schwimmerin  und Wassersporttrainerin und zeigte mir sinnvolle Übungen. Also paddelte ich abwechselnd, machte Arm und Rückenmuskulaturübungen und " rannte", alles unter Wasser. Die Feststellung des Tages war dann, dass es ziemlich einfach ist, unter Wasser auf einem Bein zu stehen;). Das Ganze tat ich motiviert so eine halbe Stunde, dann beschloss ich, meine erste wirkliche sportliche Betätigung seit Oktober nicht gleich zu übertreiben, bedankte mich, kletterte aus dem Wasser, und :

 "MOAAAH, wer hat mir da denn plötzlich nen Elefanten auf den Rücken geschnallt? "

 Am liebsten wäre ich wieder ins Wasser geklettert und nie wieder rausgegangen. Aber manche Wünsche bleiben leider unrealistisch. Mal schauen was meine Muskeln, oder  das was davon noch über ist, Morgen sagen. Ich hoffe nicht allzu viel, denn Morgen geht es ab, mit der Pen and Paper-Runde zocken (wer damit nix anfangen kann, einfach mal Pend&Paper googeln, ist eine Form des Erzählspiels. Stark vereinfacht: Einer der Spieler, der SL (Spielmeister) erzählt eine Geschichte, die anderen denken sich Charaktere aus, mit denen sie in der Geschichte interagieren können): Kagematzu heißt das System, und weil es so schön ist, hier für euch die Spielbeschreibung:

"Schande. Ehre. Liebe"

Haha, ja das war nur der Titel *gnihihi*. Klingt aber gut, oder?
Hier nun die Beschreibung:

"Wir schreiben das Jahr 1572 und die blutigste Epoche der japanischen Geschichte neigt sich dem Ende zu. Die streitenden Reiche rekrutieren jeden waffenfähigen Mann und zurück bleiben wehrlose Dörfer voller Frauen, Kinder und den Alten. Ein kleines Dorf leidet unter dem Schrecken einer grauenvollen Bedrohung. Ohne einen Verteidiger sind die Dorfbewohner dem Untergang geweiht. Da erscheint Kagematzu, ein eigensinniger Ronin.
Hier wäre jemand, der das Dorf verteidigen könnte- wenn man ihn nur von seinem Ziellosen Weg abbringen könnte. Und so versuchen einige Frauen des Dorfes die Zuneigung des Ronin zu erringen und ihn für ihre Sache zu gewinnen."

Das heißt also, alle Spieler, ob Männlein oder Weiblein, spielen Frauen des Dorfes, und versuchen den Ronin (Ein Samurai ohne Herrn und gewissermaßen vogelfrei) zu bezirzen. DAS wird mit Sicherheit VERDAMMT lustig, also hoffe ich dass sich der Muskelkater in Grenzen hält, das tut sonst immer so weh beim Lachen, also drückt mir die Daumen, Kinners!;).

Jedenfalls hatten FREUND und ich nach dem Schwimmen ordentlich Hunger, und da wir die letzten Tage so viel Fleisch gespachtelt hatten, gab es mal was Vegetarisches. Ein schnelles, einfaches Rezept: Die punkige Süßkartoffel!


Punkig deshalb, weil so toll bunt, mit der violetten Süßkartoffelvariante und den essbaren Blüten (die sind rein für die Optik, also auch weglassbar)
Und jetzt kommt das wohl einfachste Rezept der Welt in 3 Punkten:

1. Süßkartoffeln in Kochendes Salzwasser werfen, je nach Dicke brauchen die so 35-45 Minuten. Mit dem Gabeltest (geht die Gabel beim einstechen leicht wieder raus ist die Tüfte gut) kannst du testen, ob die Kartoffel schon gar ist.

2. Aus 1 Packung Creme Double (oder Quark)+ 100g Kräuterfrischkäse, einer Hand voll gehackter Korianderblätter (passt gut zur Süßkartoffel) und einer gepressten Knofizehe einen Quark anrühren und  mit Salz abschmecken.

3. Mit zwei Kabeln die Salzkartoffel gewaltsam entleiben (aufschneiden), Quark draufhauen und essen.

Mach es dir schön!
Deine Wren






Mittwoch, 11. Januar 2017

Tee-Tee und die Mensa-Amsel

Eine der zahlreichen Mensaamseln, welche sich hoffnungsvoll und maximal aufgeplüscht auf Bänken niederlassen, wo Studenten vielversprechendes Gebäck verzehren.

Hängt man den ganzen Tag auf seinem Arbeitsplatz ab, wird man nicht nur hungrig, sondern auch  durstig. Zum Glück versorgen die zahlreichen Bistros und Mensen auf unserem Campus ganzjährig die  vertrockneten Studenten neben gutem Essen auch mit kalten und warmen Getränken. Im Sommer ist Wasser mit Medium-Blub der Renner, im Winter Chai-Tee, und zwar der ECHTE Tee, nicht dieses Zuckersirupzeug für 5 Euro das Glas und Diabetes-Freifahrtschein. Und so trabe auch ich mehrmals täglich zur "CUbar", dem Bistro am Philosophikum, um mir einen Becher Gewürztee abzuholen. In Gedanken bin ich dann schon oft bei der nächsten Vorlesung, oder zu Hause, je nachdem wie spät es ist, wie früh ich aufgestanden bin oder wie spät am Abend vorher in die Federn, man kennt das ja.

Jedenfalls, es war spät, es war Abends, und der Tag vorbei. Ab nach Hause, aber vorher noch ein Chai!
Ich stehe an der Theke, automatisch erklingt mein: " Einen Chai-Tee im Becher (Glas kostet 1 Euro Pfand) bitte", begleitet vom "tüdüt" meiner Studentenkarte auf der Abbuchfläche. Ob ich  meinen Bus noch erreiche?

"Soso, Sie wollen also einen TEE-TEE?"


Meine grauen Zellen, die schon fleißig am auschecken waren, drehen sich irritiert um. Noch ist die Kommandozentrale aber nicht wieder voll besetzt.

"Ne. einen CHAI-TEE ...bitte?!"

Die Verkäuferin strahlt mich an

"Ja, einen TEE-TEE!"

Irritation meinerseits: "Ähm"

Die nette Dame vor mir lupft einen Becher vom Stapel:
"Ja in Afghanistan  wo ich her komme heißt "Chai" einfach Tee, also ist es ein Tee-Tee!"
Ich weiß nicht , wie diese Leute es schaffen, nach einer langen Schicht noch so gut gelaunt zu sein und jedem Studenten das Gefühl zu geben, mehr als nur eine Nummer im System zu sein. Aber es wirkt: Meine Müdigkeit  ist wie weggeblasen und es entspinnt sich ein kurzes, aber interessantes Gespräch über Gewürze, guten  Mokka und der Notwendigkeit von Milch im Chai.

Einfach so. Toll.

Gut gelaunt, mit warmen Herzen und Händen, setze ich mich auf eine der Bänke vor dem Philosophikum und werfe einer der zahlreichen Mensa-Amseln, die zu dieser Jahreszeit aussehen wie kleine schwarze Bälle, mein letztes Stück Paprika hin.

Glücklich fliegt Sie mit ihrer Beute im Schnabel davon.

Manchmal sind es einfach die kleinen Dinge.

Wren








Dienstag, 10. Januar 2017

Post aus Japan




Ich habe neulich mal wieder bestellt, japanisches Geschirr, denn was Design und Handwerk angeht, können wir Deutschen uns da wirklich eine Scheibe von  Japan abschneiden. Meine Lieblingsadresse zum Ordern der hübschen Dinge ist der Laden Miyabi ,ein niedlicher Laden, mit Herzblut betrieben. Frau Otani lebte selbst 19 Jahre in Japan. Als es dann darum ging, nach Deutschland zurückzukehren, hatte Sie schon lange ihr Herz an das Land verloren und der Abschied fiel ihr alles andere als leicht. Aus dieser Sehnsucht, dieser Liebe zu Japan entstand dann wohl die Idee, in Deutschland einen Laden aufzumachen, um all die schönen und kunstvollen Dinge auch bei uns anzubieten, zum Glück, wie ich finde. Ich liebe diesen Laden wirklich sehr und ich freue mich darum, ihn mit euch zu teilen! Neben hochwertigem Geschirr gibt es noch allerlei Japanisches: Kimonos, Teezeremoniezubehör, zauberhafte Kokeshi-Figuren, Ikebana-Vasen und vieles mehr, schaut ruhig mal rein!

Jedenfalls kam heute das  ersehnte Paket an, und nach und nach mag ich euch die schönen Sachen vorstellen, und: Was wäre tolles Geschirr ohne das passende Rezept?



Zunächst habe ich ein Set geordert und ausgepackt, mit  Sojasaucenschalen, Stäbchen und Trinkbechern, die ich ein andernmal zeigen möchte. Heute soll es um die tollen Glasteller gehen. Die Linien auf der Rückseite gemahnen an ein Gebirge. Die Weite ist da, es fehlt also lediglich die Farbe und die Haptik, das Mundgefühl zum Teller. Mir kam eine Idee:

Ich habe einen Blumenkohl und zwei Möhren fein gehackt und in einer großen Pfanne mit etwas Gemüsebrühe weichgedünstet, so entsteht ein lockerer, leichter Blumenkohlreis, welchen ich mit Kurkuma noch kräftig Gelb einfärbte:so stelle ich mir die Sonne über den Bergen vor.
Fein gemasertes Iberico habe ich kleingeschnitten, in seinem eigenen Fett gebraten, mit Sojasauce und einem Hauch Pflaumensauce und Umamipaste abgelöscht und karamellisieren lassen. Diese süße herzhafte Schwere passt super zum lockeren Reis .


Serviert wird der Reis durchtränkt mit der sämigen herzhaften Sauce und dem zarten Fleisch. Anbei eine leichte Koriandercreme. Ich denke, dieses Gericht wird dem schönen Teller gerecht, was meinst du?

Mach es dir schön
Deine Wren


Montag, 9. Januar 2017

Von würzigen Rindfleischspießchen, einer echt guten Ofentomate, und den verschwundenen Möhrchen.


Ja, bei mir geht auch nicht immer alles glatt. Wäre ja auch hart langweilig, wenn ich ehrlich bin. Man mag das nicht ahnen, wenn man das obige buntleckere Bild betrachtet, aber ich habe heute eine wichtige Lektion gelernt. Dazu jedoch später mehr. Zunächst mal  siehst du auf dem Bild unser heutiges Abendessen: Würzige Rindfleischspieße, Ofentomate, Gemüsechips und ein  milder Korianderdip. Echtes Fingerfood eben. (Außer die Ofentomate, diese Dinger kühlen glaube ich NIE ab und verdienen das Label: kleine Päckchen aus der Hölle). Die Hauptrolle, obwohl kaum zu sehen, spielte heute frischer Koriander, der sich, jeweils eine Hand voll, im Dip und den Fleischspießen versteckt. Man bekommt ihn, aufgrund des momentanen  Vegan-Indisch-Trends problemlos abgepackt in den meisten Supermärkten. Und Nein, Gemahlener ist etwas anderes, glaub mir das, du möchtest frischen Koriander, sieht besser aus und schmeckt halt völlig anders.

 Kommen wir zu der heutigen Lektion: Ich wollte total gerne knusprigwarmeGemüsechips machen, und habe, neben einer tollen violetten Süßkartoffel, bunte Möhren gefunden. In mühevoller Kleinarbeit habe ich die dann durch den Lurch-Spiralschneider gerockt, und war schwer begeistert, TOLL sah das aus:


So weit so gut, nich? Nun schau nochmal auf das erste Bild. Siehst du da die orangenen und gelben Fissel? DAS sind die Möhren. Die hatten einen gewaltig großen Wasseranteil, so dass am Schluss quasi nichts mehr übrig blieb. Zum Glück war das bei den Süßkartoffeln anders. Also für alle: Keine Möhrenchips machen. Funzt nicht. Nehmt lieber Pastinaken, mit denen geht das. Oder halt Süßkartoffeln. Einfach in feine Scheiben schneiden, mit 2 EL Öl und etwas Salz verrühren und schön bei 200° im Ofen bis knusprig auf oberster Schiene grillen.

Die Fleischspieße sind auch denkbar einfach: 500g  Rinderhack mit 2 grob gehackten Knofizehen, 1TlHarissa, 1 Döschen Creme Double, etwas Pfeffer und einer Hand gehacktem Koriander vermischen und  Portionen um Holzspieße formen. 15 Minuten zu den Chips in den Ofen. Der Dip wird aus 200g Creme Fraiche, 2 gepressten Knofizehen, Salz und ebenfalls einer Hand voll gehacktem Koriander angemischt. Saueinfach aber raffiniert.

Wenn Ihr  richtig gute  Ofentomaten machen wollt, habe ich noch einen Tipp: Schneidet die vor dem Garen oberseitig ein paar Mal ein und mariniert die 1-2 Stunden in Balsamicoessig. Gibt einen tollen Geschmack durch die Säure wenn sie fertig gegart sind. Ansonsten einfach unkompliziert mit dem Fleisch mitgrillen im Ofen.

Heute sind FREUND und ich übrigens HÖCHST motiviert zum Schwimmen losgezogen, und was war? DLRG hatte Schwimmen und Normalos konnten heute nicht rein. Verstehe ich nicht, die hätten mich wenigstens retten können, wenn ich mangels Kondition da absaufe. Naja, jetzt versuchen wir es Morgen nochmal:D


Einen schönen Wochenstart dir!
Deine Wren

Samstag, 7. Januar 2017

UMAMI und kleiner Wohnzimmerrundgang



Heute hätte ich FREUND knutschen können, und habe es dann auch nicht nur beim Konjunktiv belassen, sondern ganz real umgesetzt. Denn FREUND fand etwas, nach dem ich im Laden schon lange suchte: UMAMI -Paste. UMAMI kommt aus dem japanischen und beschreibt unseren 5. Geschmackssinn, der durch herzhaft-vollmundig gut beschrieben werden kann. Diese Paste jedenfalls ist im Netz SAUteuer, da Versandkosten, und heute gab es sie tatsächlich bei Rewe, ich habe direkt drei Packungen mitgenommen. Aber was macht Umamipaste und warum willst du sie UNBEDINGT haben? NUN, sie hebt den herzhaften Geschmack von Gerichten nochmal hervor und ich garantiere dir: wenn du die einmal in einer guten Bolognese( 1TL pro Soßenpott) oder in einer anderen herzhaften Soße probiert hast, nimmst du die immer! Eine echte Geschmacksrevolution! und weißt du, was das Beste ist? Da ist kein Bullshit drin (außer ein MÜ Zucker, und der steht ganz hinten)! Hier die Zutatenliste:

Tomatenmark, Sardellenpaste(Sonnenblumenöl, Salz), Wasser, Sonnenblumenöl, schwarze Olivenpaste (Oliven, Salz), Knoblauchpüree, Balsamicoessig, Grana-Padano-Käse-Pulver , Butterpilze (Boletus luteus), Zucker, Salz, Zitrusfasern, Citronensäure.

Also: unbedingt ausprobieren, die knapp drei Euronen pro 70g gehen, da man ja die Paste als Gewürz einsetzt.
So weit zum Umami.

Nun möchte ich euch gerne auf einen Rundgang durch unser Wohnzimmer einladen, welches wir nun, nach einem Jahr Sparen, endlich vollständig möbliert haben. Es sollten nämlich passende Möbel sein, da wir ja in einem schönen Fachwerk leben und Balken durch das Wohnzimmer laufen. Lasst mich unbedingt wissen, wie ihr die Einrichtung findet!

Los gehts!


Tritt man durch die Tür, so fällt der Blick zunächst auf den Fernseher. Der Fernsehtisch ist von Butlers, und ich mag diesen schlichten Stil sehr. Hier wird wenig Ferngesehen, sondern mehr Animes geschaut und gezockt: Wir haben beide einen Steam-Account und freuen uns über jedes Spiel, welches man zu zweit im Team spielen kann.



Rechts neben dem Fernseher steht unsere kleine Kommode im Shabby-Look. Ebenfalls von Butlers, und ich habe bewusst diese beiden Stile gewählt um einen Kontrast zu haben.  Die Kommode ist randvoll mit Gesellschaftsspielen, denn diese zocken wir auch sehr gerne: Von Abalone, über Atlantis, Ursuppe, bis hin zu Magic ist alles dabei. In dem kleinen Aquarium wachsen fleischfressende Pflanzen, die ich im Oktober für meine Unterrichtsprobe an der Schule gebraucht und dann völlig uneigennützig behalten habe *pfeif*. Es gedeihen dort: Schlauchpflanze, Sonnentau, Zwergkannenstrauch, Fettblatt und eine Venusfliegenfalle, die gerade eine Blüte schiebt (darum ist die Lampe auch so weit nach oben geklappt, damit die Blüten nicht wegbraten)

Dreht man sich nun um, blickt man auf meine Leseecke:

 Das Sofa habe ich von einer lieben Komilitonin bekommen, wofür ich sehr dankbar bin, denn mit Sofas ist das bei uns so eine Sache: Unsere Eingangstür (Wir wohnen im ersten Stock) ist nur 72 cm breit.  Zusätzlich knickt der Flur (74 cm breit) dann scharf nach Links ab. Da sämtliche anderen Türen oder Fenster auch nicht breiter sind, war es EXTREM schwierig , ein Sofa zu finden, welches wir ÜBERHAUPT in die Wohnung schaffen konnten. Dieses kleine Sofa hat es auch nur deshalb geschafft, weil wir die Füße abschrauben konnten. Aber nun steht es. Hier sitze ich in freien Minuten unter der Leselampe, lese ein gutes Buch oder auch mal Blogbeiträge. Im Bücherregal links stehen unsere Lieblings Pen&Paper- Regelwerke (Cthulhu, L5R, Sadowrun, unknown Armys) und Mangas (Cantarella, Ikigami Ajin...), mittig stehen diverse Romane einmal durchs Beet und rechts meine Gitarren-Akkorde, Spiele die nicht in die Kommode passten, und mein Kaffee-to-go Glas (Hier kommen zwei-Euro-Stücke rein, perfekt für Uni-Kaffeepausen). Rechts oben steht dann das Terra mit unserer Mitbewohnerin: Cookie:
Cookie ist eine Gottesanbeterin und wie ihre Besitzerin Kamerascheu und absolut verfressen. Natürlich isst sie auch Low Carb, am liebsten Heuschrecken. Den Namen bekam sie übrigens deshalb, weil es so lieblich knuspert, wenn sie ihre Beute verspeist, was uns an das Krümelmonster denken ließ.


Sitzt man auf dem Sofa, kann man wunderbar in den zweiten Wohnzimmerteil schauen, der durch Balken etwas abgetrennt ist: Der Esszimmerteil. Der Massivholztisch ist leider sehr anfällig für Kratzer, weswegen ihn stets eine Decke ziert. Die Stühle sind ebenfalls von Butlers, in Lederoptik und saubequem. Hier hält sich FREUND gerne auf, um an seinen Freizeitprojekten zu Programmieren. Die Lampe über dem Tisch hatte uns im Laden sofort angesprochen, denn wir sind große Japan-fans und wollten unbedingt etwas asiatischen Flair im gemütlichsten Raum der Wohnung. Auf dem Tisch selber steht ein Ilex-Strauch, der sich seit dem 21. Dezember tapfer hält.
Auf der linken Seite ist unser zweites Bücherregal zu sehen:
Wer  nun den Eindruck hat, dass das Regal schief steht, hat nicht ganz unrecht, denn Fachwerkhaustypisch ist die gesamte Wohnung eher ungerade, was beim Bilderaufhängen ziemlich nervt, weil man das Bild entweder zum Boden oder zur Decke hin ausrichten muss. Ihr ahnt es schon: Das Regal ist ebenfalls von Butlers. Links neben dem Regal ist die Andockstation unseres Staubsaugerroboters "James". Alle Möbel sind so ausgewählt, dass der kleine Helfer da auch drunterfahren kann. Wir haben den jetzt über ein Jahr und ich kann das Gerät (von Neato-Robotics) gerade für Allergiker und Tierbesitzer (oder Menschen mit langen Haaren;)) empfehlen: Unsere Fußböden waren noch nie so sauber. 


Im Regal selbst sind auch allerlei Dekoelemente verstaut. Allem voran meine über alles geliebten Original-japanischen Teeschalen, von denen die 5. zum Zeitpunkt des Fotos auch grad in Benutzung war. Das Kirschblütenbild ist eingeklemmt und zur Zeit im Frühjahrssortiment von Depot in Postkartenform erhältlich.


 Auf der anderen Seite des Raumes steht der große Bruder der Spielekommode. Oben stehen Japanischer Whiskey (FREUND ist ein großer Whiskeyfan), Holunderblütenlikör und Bratapfellikör, daneben ein Cocktailset des Drink-Syndikat und Pisco-Sour. Die Lampe konnte ich günstig auf dem Flohmarkt erwerben. Links in der Kommode befinden sich Wein und weiterer Whiskey, in den Schubladen Tischdecken und Platzsets und ganz rechts mein Blog-Geschirr, damit mir das in der Küche nicht ständig kaputtgeschmissen wird (wir haben viele Gäste und da geht schonmal etwas zu Bruch *narf*).


Rechts neben der Kommode steht noch eine kleine Sitzbank mit Beistelltisch. Auf das Lesen der  neuen Flow freue ich mich besonders, denn in dieser Ausgabe befindet sich ein Interview mit meiner Lieblingsautorin: Juli Zeh.

Damit wären wir auch am Ende des Rundgangs. Ihr habt noch Fragen oder Anregungen? Immer her damit!

Ansonsten wünsche ich ein erholsames Wochenende!
Macht es euch schön!

Eure Wren

Donnerstag, 5. Januar 2017

Orientalische Spitzpaprikaboote mit Hack und Harissa [Low Carb]


Eigentlich wollte ich dieses Gericht "Nordafrikanisch gefüllte Spitzpaprikaboote" nennen, fand das aber nach genauerem Nachdenken nicht politisch korrekt (und glaubt mir, der Einfall war ohne Hintergedanken und völlig Unschuldig: FREUND meinte , als er die fertigen Paprika sah: "Oh die sehen ja aus wie kleine Boote" und ich hab dann halt geschaut wo das Harissa ursprünglich herstammt, naja, worauf man heute so achten muss.. nichts für ungut;)). Tatsächlich kennen wir die scharfe Würzmischung mit Chilli, Koriandersamen, Knoblauch und Salz hauptsächlich aus dem nordafrikanischen Raum, ursprünglich kommt sie aus Maghreb. Nun arbeitet die orientalische Küche ja aber auch mit Koriander und Knoblauch, daher der Namensumschwung. 



Wie auch immer man dieses Gericht nun nennen mag, lecker ist es auf jeden Fall: Die Süße der Paprika und der  milde Raclette-Käse ergänzen sich super mit der scharf-würzigen Hackmischung , die dank des Harissas, zusätzlichem Knoblauch und Tellichery-Pfeffer richtig Feuer unterm Hintern bekommt. Das Geheimnis für eine fluffig-saftige Füllung ist dann aber der ganze Becher Creme-Double, der unters Hack kam. So ist die Schärfe der Harissamischung zwar spürbar aber brennt nicht unangehm nach und das Fleisch ist nicht trocken sondern schön saftig. 


Die tollen Spitzpaprika gab es bei Rewe im Angebot, klar dass ich da zuschlagen musste, bei den Farben! 
Ansonsten habe ich es Vorgestern tatsächlich geschafft, mich bei uns im Schwimmbad anzumelden, denn dank Träger kostet eine Jahresmitgliedschaft dort nur 70 Euro, was ja eigentlich ein Traum ist. Nun muss ich nur noch schwimmen gehen, was ich wohl Morgen umsetzen werde. Gestern kamen unsere neuen Wohnzimmermöbel an, da war Aufbauen angesagt, und heute hatte ich ein Treffen mit Kommilitonen zwecks einer Präsentation. Immerhin sehe ich zu, dass ich jeden Tag rausgehe und meinen müden Hintern ein paar Runden um den Block schaukel, was ja nun besser als nichts ist, oder? Schmerzen habe ich Rückentechnisch jedenfalls keine mehr, egal was ich mache, und vielleicht kann ich diese miese Bandscheibenvorfallsache nun als Warnschuss meines Körpers abhaken und in Zukunft einfach auf mehr Bewegung und eine gesündere Sitzhaltung achten.


Was ich halt sagen muss, ist, dass man mit so einer Diagnose echt allein gelassen wird. Tipps zum alltäglichen Umgang und Vorbeugung eines Rückfalls sind schwer zu bekommen und so genau scheint auch keiner zu wissen, was man da machen kann, außer generell "Bewegung". Hoffen wir das Beste, ich will den Kram nicht nochmal haben.

Für euch aber nun ersteinmal das Rezept für die Paprika zum Nackochen, viel Spaß!

Orientalische Spitzpaprika mit Hack und Harissa


Zutaten (für 2 Personen):
4 Spitzpaprika

500g Hack gemischt
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 Becher Creme Double
2 Tl Harissa-Gewürzmischung
1/2 Tl Paprikapulver Edelsüß
Salz/Peffer

8 Scheiben Raclette-Käse

Gemüsebrühe

1. Paprika waschen und auf einer Seite längs aufschneiden, so dass ein "Boot" entsteht. Kerne vorsichtig entfernen.
2. Zwiebeln und Knoblauch hacken, mit dem Hackfleisch, den Gewürzen und der Creme gut vermischen. In die Paprikaboote füllen.
3. In eine Auflaufform so viel Gemüsebrühe füllen, bis der Boden gerade bedeckt ist. Es geht einfach darum, dass die Paprika nicht anbrennen und in etwas Flüssigkeit schmoren können. Paprikaboote hineinlegen
4. Bei 180-200° Umluft etwa 35 Minuten im Ofen schmoren lassen.
5. Käsescheiben auf die Hackmasse legen und 5 Minuten  überbacken lassen.
6. Anrichten. Ich habe noch ein wenig mit Knoblauchmayo garniert. Es eignet sich aber auch eine scharfe Soße auf Tomaten oder Chillibasis.



Mach es dir schön!

Deine Wren

Montag, 2. Januar 2017

Holy Chicken- Die 5 besten Tipps für Hühnchengerichte!


Da ist sie wieder, die Zeit der guten Vorsätze, und all zu oft ist es der Wunsch, ein paar Kilos abzuwerfen. Das ist dann die Stunde des Hühnchens, oder besser: Die seines Brustfilets. Denn Hühnchenbrustfilets gelten als proteinreich und zugleich kalorienarm, und so wird das Filet gehäutet und fein angebraten mit Gemüse serviert. Und DAS lieber Leser ist so ziemlich die SCHLIMMSTE Art und Weise, wie man Hühnchen essen kann und vom Vergleich her etwa so, als würde man die Schale der Kartoffel roh verzehren und die Kartoffel selbst wegwerfen. Diese Unart, unser liebstes Geflügel zuzubereiten, ist im Übrigen auch der Grund, warum es bei vielen Menschen als fad und trocken gilt. Wie du alles aus deinen Hühnchen rausholen kannst? Hier die 5 besten Tipps von mir für dich, und natürlich für das Hühnchen!

1. Nicht immer nur auf die Brüste gucken!
Ich mein, hast du dir schonmal so ein Masthähnchen angeguckt? So ein Vieh hat einfach zu dicke Brüste! (oh Gott auf die Verlinkungen bin ich gespannt ;)) Und zwar sind diese so fett gezüchtet, dass ein schlachtreifes Huhn nur noch beschwerlich laufen kann und droht, vorne über zu kippen. Außerdem ist es zu schnell gewachsen und das Fleisch somit grobfaserig und trocken. Jetzt könnte man meinen, bei einem Biohuhn wäre das anders. Ist es aber nicht! Dieses Huhn kann zwar laufen aber nicht fliegen, was die Brustmuskeln trainieren und sie etwas zarter machen würde. Flugmuskeln sind zudem generell fettarm, und wo kein Fett da auch kein Umami und da schnell trocken.
Hähnchenbrust wird auch dann nicht vernünftig zart, wenn man die Haut dranlässt, es mit Bacon umwickelt, und in Soße ertränkt. In Currygerichten oder Sahnesoßen, wo es zerstückelt längere Zeit schwimmt, GEHT es. Im Salat  verleihen Hähnchenbruststreifen dem Ganzen etwas Bissfestigkeit, aber Geschmack? Naaaaaa...Ne.  
Ach, eigentlich will ich sagen: vergiss die Brust, bitte. So ziemlich jedes Teil am Hühnchen ist besser, ehrlich.

2. Her mit den zarten Schenkeln!
Das Beste am Huhn sind tatsächlich seine Schenkel, und zwar genauer gesagt, die Oberschenkel. Ich finde die sogar mittlerweile bereits ab und an ausgelöst im Supermarkt.  Diese (die Haut bitte dranlassen!) mit Bacon umwickelt aus dem Ofen oder in sämtlichen Hühnchengerichten eingesetzt, sind ein Traum: Gut trainiert und mit einem sehenswerten Fettanteil, werden die Schenkel perfekt zart. Ich koche eigentlich nur noch mit Hühnchenoberschenkeln. Da kann man echt was reißen. Viele Leute wissen garnicht, dass Hühnchen so zart sein kann.

3. Kräftig würzen
Huhn verträgt supergut richtig dolle Gewürze, was man ihm garnicht so sehr zutraut. ABER: Es gibt da ein Rezept für ein Huhn mit 100 Knoblauchzehen. Ich kann dir sagen, ich habe das Rezept ausprobiert, und man schmeckt das Huhn durch all den Knoblauch noch durch, es überdeckt jedoch den Geschmack nicht, sondern ergänzt ihn durch seine spezifische Süße. Nenne mir irgendeine andere Fleischsorte, die das noch kann! Also gut würzen, mit Koriander, Knoblauch, Zwiebeln und Ingwer. Italienische Gewürze sind ein Klassiker, aber irgendwie schon ausgelutscht, wie ich finde. Indisch ist auch super, aber nicht jedermanns Sache.

4. Qualität
Eigentlich klar, dass auch beim Hühnchen auf die Qualität geachtet werden sollte. Ein 3-Monatsmasthähnchen schmeckt auch so, und ich wette mit dir, wenn du mir Fleisch von einem Hühnchen servierst, das mit Fischmehl gefüttert wurde, schmecke ich das raus (gilt auch für Eier). Das heißt nun nicht, dass man gleich Biohühnchen kaufen sollte, denn die werden auch nicht immer gut gefüttert und ich hatte schon so manches Exemplar, das war so krass abgemagert dass ich auch gleich auf eine Schuhsohle hätte beißen können. Der Trick ist, darauf zu achten, Hühnchen von Höfen aus der Region zu kaufen, die keine Massenbetriebe sind. Gibts auch im regulären Supermarkt, kostet zwei Euro mehr, aber schmeckt halt auch besser. Im Übrigen möchte ich die Gelegenheit hier gleich mal nutzen, um mit einem beliebten Mythos aufzuräumen der mit gewaltig auf die Nerven geht: 

DEM ANTIBIOTIKAHÄHNCHEN
Solche Hähnchen GIBT.ES.NICHT:
Wenn du dein Hühnchen nicht gerade roh aus der Packung kaust, ist die Chance  gleich null, dass du Antibiotika aufnimmst, denn selbst wenn im Fleisch noch Reste vorhanden sind (was unwahrscheinlich ist, weil Antibiotika sich nach 3 Tagen komplett abbauen und zudem die Kälte in der Kühlabteilung nicht vertragen) werden diese durch kurze Erhitzung auf über 40 Grad komplett zerstört. Das eigentliche Problem sind resistente Bakterien AUF dem Fleisch, was aber durch gute Hygienemaßnahmen bei der Verarbeitung umgangen werden kann. Angesichts der generellen Salmonellengefahr ist das eh ratsam. Was das heißt?: Nicht mit demselben Messer und Brett rohes Hühnchen und zugleich andere Zutaten verarbeiten. Des Weiteren: Saubermachen und Hände gründlich waschen, Fleisch durchgaren.

5. Brathähnchen selber würzen
Schmeckt besser als fertig Gewürztes:
2 El Salz
1 El mildes Paprikapulver
1 Messerrspitze Zimt
1 Messerspitze Pfeffer
2 El Rapsöl...

...vermischen und das Huhn damit einreiben vor dem Ofen (also nicht räumlich vor dem Ofen, sondern bevor du es reinschiebst, is klar oder?).



 Wenn du das alles beachtest, dann heißt es auch für dich bald:

"Winner, Winner: Chickendinner!"

Mach es dir schön!

Deine Wren