Dienstag, 28. Februar 2017

Der ULTIMATIVE 3-Komponenten-AfterFaschings- Detox- Eintopf


" DAS, liebe Wren, sieht aus, als hätte man eine Karnevalsgruppe durch den Mixer gedreht"

Joaaa, farblich passt es. Wir sind hier aber beim ECHTEN Detox, das heiß, wir treiben den Teufel nicht mit dem Beelzebub aus. Und die noch angetrunkenen Nachbarn zu pürieren, um sich von den Alkohol und Junkfoodexzessen der letzten Woche zu zu erholen, ist zunächst nicht legal und außerdem waren die ja auch nicht besser.
Dennoch lässt sich nicht verleugnen, dass nach dem 134. Krapfen, dem 234. Pfeffi und dem zichsten Satespieß so langsam das Bedürfnis nach Frische und Nährwert in den Geist schleicht, oder auch nur das schlechte Gewissen, es kommt auf dasselbe raus.

Und auch wenn dieser Eintopf nicht stylisch aussieht, er vereinigt zwei Eigenschaften in sich, die nach der ganzen Feierei essentiell sind:

1.: Er ist saueinfach und schnell zuzubereiten, mit nur 3 Zutaten (Möhren, Rinderhack, Kokosöl):
  1.  1 kg Möhren schälen und im Topf gar kochen . Dabei kommt es nicht an WIE weich die Möhren sind, werden eh püriert.
  2. Möhren pürieren.
  3. 500 g Rinderhack in  etwas Öl anbraten.
  4. Zu den Möhrenpampf geben.Umrühren.
  5. Würzen mit Salz und Gewürzen der Wahl
2.: Er SCHMECKT, SCHMECKT, SCHMECKT!
Für mich ist dieses Gericht übrigens ein Kindheitsgericht und wahrer Seelentröster. Und so kommt der Eintopf öfter auf den Tisch, für Sättigung, Geschmack und Wärme.

Gutes kann so einfach sein!

Wovon hast du zur Faschingszeit deutlich oder irgendwie zu viel zu dir genommen?

Poste es in den Kommentaren!

Dir eine gute Rückkehr in den Alltag
Wren


"Prinzessin" war irgendwie noch nie ein besonders spannender Job

Fast schon philosophisch heute beim Karneval der 3-6 jährigen: Bunt und laut zieht die Meute durch die Straßen. Die böse Hexe verzaubert alles, was sie umgibt, während die gute Fee versucht, Schadensbegrenzung mit Gegenzaubern zu betreiben. Nebenan hält der Cowboy den Löwen im Schach, der furchterregend brüllt.
Die unglaublich niedliche und rausgeputzte Prinzessin im blauen Taftkleidchen und mit standesgemäßer Krone guckt sich das Treiben an und zupft dann eine der Kindergärtnerinnen am Ärmel: " Und was können Prinzessinen?"
Während die Betreuerin noch überlegt, kommt der Cowboy mit dem nun zahmen Löwen im Schlepptau, nimmt ihre Hand und sagt: " Keine Sorge, du kannst mich heiraten und gut aussehen, während ich Räuber jage."

Sonntag, 26. Februar 2017

Ohayōgozaimasu! - Frühstück auf japanische Art - Yummi Japan


"Guten Morgen!!",
riefen FREUND und ich heute Morgen gut gelaunt unserem Coach zu, als er uns, bei strahlendem Sonnenschein, zur sonntäglichen Nordic-Walking-Tour abholte. 

" Ohayōgozaimasu!" ,
hätten wohl Japaner gerufen, wobei ich nicht weiß, ob Nordic Walking dort so sehr verbreitet ist, aber auf jeden Fall wär man mit dem traditionellen japanischem Frühstück bestens versorgt auch für längere sportliche Aktivitäten.

Ein solches Frühstück, wie oben abgebildet, besteht nämlich aus einem kleinen Anteil Reis (Für Lowcarber Blumenkohlreis oder Shirataki, gelle?), miso-Suppe, Eiern und tsukemono (eingelegtes Gemüse). Ich habe noch Fisch als extra Proteinquelle hinzugefügt, da heute am Sonntag dieses Frühstück auch zugleich unser Mittag ist. So ein Frühstück ist sehr gesund, da variantenreich und enthält alles was man so für den Tag braucht. Der Zeitaufwand ist, mit 20 Minuten Vorbereitungszeit, auch echt überschaubar.
Und damit du das auch gut nachbauen kannst, hier die einzelnen Komponenten vom Bild für dich. Am besten kochst du deinen Reis vor, so geht es noch schneller.


Teriyaki-Fischfilet


Ich habe, saisongerecht, Skreifilet genommen, es geht aber auch jeder andere weißfleischige Fisch. Die Teriyakisauce gibt etwas Würze, ohne dabei den Eigengeschmack des Fisches zu überdecken:
Zutaten (für 2 Personen:
300g Fischfilet
Sauce:
4 El Sojasauce
1Tl Xucker
3EL Mirin (japanischer Kochwein)
Zubereitung:
1.Alle Zutaten für die Sauce in einen kleinen Topf geben, verrühren und bei geringer Hitze etwas einkochen lassen.
2. Ofen auf 160° Umluft vorheizen.
3. Filet mit etwas Teriyakisauce bestreichen und das Filet in den Ofen  auf mittlerer Schiene 15 Minuten garen. Alle 5 Minuten mit Sauce bestreichen.




Onsen Tamago (weiches Ei)

In Japan werden diese Eier im Dampf von heißen Quellen (Onsen) gegart. Dort gibt es dann richtige Gemeinschaftsküchen, wo man mit seinen Zutaten hingehen und diese unter Anleitung zubereiten kann. Quasi als eine Art Familien-Koch-Event. Hier in Deutschland, wo es keine heißen Quellen gibt, muss es halt der gute alte Kochtopf richten. Pfiffig dazu ist die Dashi- Shoyu-Sauce, welche am Besten am Tag vorher  schnell angesetzt wird. Die Menge reicht länger und die Shoyu kann auch statt normaler Sojasauce verwendet werden.

Zutaten
(für 2 Personen) :
Dashi-Shoyu(am Tag vorher ansetzen!)
200ml Sojasauce
3  EL Katsuobushi
1 getrockneter Shitakepilz

2 Eier

Zubereitung:
1. Für die Dashi-Shoyu alle Zutaten vermischen, über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
2. Am Morgen die Shoyu durch ein Sieb in ein Marmeladenglas abtropfen lassen.
3. 2 Eier weich kochen.
4. Eier aufschneiden und mit einem EL Sauce übergießen.



Tsukemono (eingelegtes Gemüse)

 
Tsukemono ist eingelegtes Gemüse. Traditionell wird hier gerne Kohl verwendet (Kimchi) aber es eignet sich auch alles, was man gerne so isst. Ich habe mich hier für Möhre, Rettich und Zucchini entschieden.


Miso- Suppe



Miso ist eine sehr bedeutende Zutat in der japanischen Küche. Dabei handelt es sich um fermentierte Sojabohnen-, /Reis/ oder Gerstenpaste, welche als Würze in verschiedenen  Gerichten und eben auch in dieser traditionellen Suppe Anwendung findet. Es gibt verschiedene Misoarten, für die Suppe wird meistens das braune verwendet. Ich habe für diesen Bericht die traditionelle Suppe mit Seidentofu und Wakame (einer Algenart) zubereitet.



Zutaten (für 2 Personen):
300ml Dashi-Brühe
2 El braunes Miso
80g Seidentofu
3 g Wakame

Zubereitung:
1. Tofu in Würfel schneiden, Wakame etwa 5 Minuten in warmen Wasser quellen lassen.
2. Dashi-Brühe aufkochen.
3. Tofu in die Brühe geben, eine Minute mitköcheln lassen
4. Algen abgießen und in die Brühe geben . Eine weiter Minute köcheln.
5. Misopaste durch ein Sieb in die Suppe rühren, servieren.




Was isst DU Sonntags gerne zum Frühstück? Schreib es in die Kommentare!

Mach es dir schön!
Wren




Samstag, 25. Februar 2017

Vom Säen und der obligatorischen Amsel



Das könnten theoretisch vegane Tof*ifee sein, sehen ja sehr "gesund" aus, nich? Sind aber tatsächlich so gepresste Kokoshumuspellets zur Aussat von zukünftigem jungen Gemüse bei uns auf Balkonien.

Während halb Deutschland nämlich vermutlich gut gelaunt und angeschickert in den Betten lag und von bunten Krapfen und Pfeffi träumte, sind Freund und ich heute Morgen in den herrlich leeren Pflanzenshop getingelt, und haben Saatgut für die neue Balkoniensaison geholt. Ich dachte, diese Pellets würden weniger rumsauen was ein Irrtum war, manche wollten auch garnicht  quellen, während andere innerhalb von einer halben Minute aufgingen wie nen Hefekloß, man kennt das ja irgendwie, das Leben ist halt ungerecht.



Ich habe mich dann noch an einer Stelle erfolgreich durch diese Pappmache- Töpfe durchgebohrt, das ist nun das Wassereinlassloch (war Absicht ;)). Und so erwachen jetzt (hoffentlich) Samen von Erdbeere, gelben Cherrytomaten, Physalis, Salat, Koriander, Basilikum und  Lauchzwiebel aus ihrer Starre, fangen fein an zu wachsen und stehen dann, Ende April draußen auf Balkonien, wo unsere Himbeere und die winterharte Erdbeere schon die ersten Blätter schieben.

Apropo schieben, ich muss jetzt auch endlich keine Nachtschichten mehr schieben: Ich hatte letzte Woche ein paar fiese Abgabefristen für die Uni und kaum Zeit für irgendwas anderes. Das hat nun ein Ende und für die anstehenden Hausarbeiten habe ich mehr Zeit, bis Ende März. Zudem bin ich endlich auch wieder gesund, so dass die Serie Wren walkt und das Waagengezwitscher weitergehen können. Und natürlich die Rezepte, nachdem ich die letzten Wochen hauptsächlich Gemüse- Fleisch-matsch und Suppe gegessen habe. Es wird deutlich japanisch werden, mit indischen Einschüben.

Geknipst habe ich fast nur Amseln, ich finde die einfach irgendwie toll. Leichte,unerschrockene Ziele: A Amsel a day makes my day, oder so.
Wenn das hier nicht nen Foodblog wär, könnte ich ne Kategorie : "Meine täglich Amsel" (denn ich esse ja kein Brot) einführen, aber dann blickt hier ja überhaupt keiner mehr durch, oder?
Jedenfalls, hier ist sie:


Ich wünsche euch nochn tolles Wochenende, viel Alaaf und Helau oder was man  auch immer bei euch so ruft!
Freund und ich werden Morgen mal den Umzug in Gießen beäugen:)
Wren

Montag, 20. Februar 2017

Von Eleganz, Liebe und Katsuobushi - yummi Japan

Japanische Nudelsuppe mit Shiratakinudeln in japanischem Teller von Miyabi

Im letzten Beitrag fragte ich euch ja nach der mysteriösen Zutat, welche zugleich rosa ist und nach Fisch duftet. Die Antworten waren interessant bis lustig, teilweise nicht jugendfrei und allesamt falsch: Es ist kein Einhorn (nicht alles was rosa ist, ist ein Einhorn) und schon garnicht etwas Unzüchtiges.

FREUND und ich sind gerade kulinarisch wieder mal auf dem Japantrip, was daran liegt, dass wir generell äußerst japanophil sind: Wir lesen Mangas, schauen Animes und sind auch der japanischen Kultur an sich nicht abgeneigt. Ich bewundere die Feinheit, Achtsamkeit und die Perfektion, welche die Japaner in viele Dinge stecken. Dort gibt es noch echte Meister in vielen Disziplinen. Wer traut sich hier denn noch, einer Leidenschaft ernsthaft nachzugehen? Schnell gilt man doch als verschroben. Aber in Japan gibt es Menschen, die 20 Jahre lang ausschließlich lernen, wie man Sushi richtig schneidet oder ihr Leben lang versuchen, die perfekten Buchweizennudeln herzustellen, DAS ist doch Meisterschaft!

Silberreiher im Licher Stadtpark. Als hätte er auf diesen Beitrag gewartet.


Die japanische Küche ist unglaublich vielfältig was Aromen angeht und geht zutatenmäßig mit den Jahreszeiten! Japanische Supermärkte kommen  ohne Tiefkühltruhen aus, weil das Essen immer möglichst frisch gekauft wird. Daran sieht man zweierlei: Wie groß das Qualitätsbewusstsein der Japaner ist, und, dass ein Leben ohne Tiefkühlpizza und Co. denkbar und möglich ist.
Auch essen Japaner nicht nur und ausschließlich Reis, sondern sogar erstaunlich wenig davon: 1go  Reis entspricht 150g Trockengewicht und reicht für 2 Personen. Pro Person kommen für eine Hauptmahlzeit also nur 75g Reis auf den Tisch. Das ist gekocht eine knappe kleine Dessertschale voll. Als Beilage sind es sogar nur 50 Gramm. 
Den Hauptteil der Mahlzeit bietet verschiedenes frisches Gemüse der Saison, fermentiertes und eingelegtes Gemüse, Misosuppe und Fisch sowie etwas Fleisch. Das hat mich schon ein wenig erstaunt muss ich sagen.

Lecker Iberico für FREUND zum Valentinstag (statt Blumen). Von FREUND  bekam ich eine Kokeshi-Figur.


Ich habe mich also rangewagt, an die Original-japanische Küche. Und da gibt es halt eine Sache, die nahezu für alle Gerichte in mehr oder minder großen Mengen gebraucht wird: Dashi-Brühe.
Dashi-Brühe kann entweder mit Seetang oder getrockneten Shitake-Pilzen zubereitet werden, aber die zweite Zutat ist essentiell und kaum zu ersetzen: Katsuobushi

Was ist rosa und riecht nach Fisch? Katzuobushi!

Dabei handelt es sich um getrocknete Bonito-Thunfisch-Flocken. Und hier hätten wir dann auch des Rätsels Lösung! Zugegebenermaßen ist das Licht auf dem  Bild etwas doof, in Wahrheit sind die Flocken wirklich ziemlich rosa.
Eine Handvoll davon packt man also mit zwei Shitakepilzen auf nen Liter Wasser, kocht das Ganze auf und lässt es ziehen um es anschließend abzusieben. Das Ergebnis ist eine geschmacklich feine Brühe, welche im fertigen Gericht garnicht herauskommt, aber durch den hohen Umami-Anteil den Geschmack sämtlicher anderen Zutaten hervorhebt, dass es eine Freude ist!
 Für die obige Suppe habe ich einfach Dashibrühe mit etwas Sojasauce und Mirin aufgekocht und gekochte Shiratakinudeln, gebratenes Iberico und Frühlingszwiebeln dazugegeben. Klingt total langweilig, aber die Brühe fetzt echt  und ich kann nur jedem Empfehlen, das mal zu testen ( sonst glaubt man das auch einfach nicht). Mit Hühnerbrühe bekommt man das auf keinen Fall so hin, völlig cool.


Probierst du gerne andere Küchen aus? Was war dein größtes "Wow"-Erlebnis?

Mach es dir schön!
Wren



Freitag, 17. Februar 2017

Was ist rosa und riecht nach Fisch?- Teil 1

Oh Gott,
ich sterbe grad fast vor Lachen.
Folgende Situation:
Ich will grad nen neuen Blogbeitrag verfassen und suche nach einem guten Titel, denn gute Überschriften sind ja wichtig, gelle?.
Gerade als ich, nach langer Gehirnzermaterung, obigen Titel eintippe, kommt FREUND mit Lachtränen in den Augen ins Zimmer gewankt, und meint nur, er hofft, dass unsere Vermieterin nicht bös' ist, denn der ehemals weiße Fußabtreter vor der Haustür ist nun, nach dem Waschen, man ahnt es schon: Rosa. (Aber er riecht nicht nach Fisch, das ist also nicht des Rätsels Lösung, wer drauf kommt, was ich stattdessen meine, bekommt eine Packung höllisch-scharfer Instant-Ramen, die heute meiner Bestellung beilag gratis zugeschickt;).).
Ich überlegte kurz, ob man die Schuld auf den roten Putzeimer mit Wasser schieben könnte, in welchem ich den ehemals weißen -dann farblich den Stufen angepassten-Fußabtreter heute Morgen in einer Art stummen Aufforderung auf dem Treppenabsatz stehend vorgefunden habe, aber das wird wohl nicht funktionieren.

Dann ist er halt ab jetzt ein schüchterner Fußabtreter, Pastellfarben sind eh in.

Edit: Freund betont nochmal grad, dass an dem Fußabtreterunglück ein rotes Handtuch schuld war, welches aber, EXKLUSIV, nur den Abtreter gefärbt hat, und nicht etwa all die anderen weißen Sachen.

Mittwoch, 8. Februar 2017

Das war das Burgerseminar am 8.02.2017 in der Mensa Gießen

Heute Nacht träume ich von Baconjam, von saftigen Patties mit 25% Fettanteil und dieser unglaublich krassen Frittierstraße, in der man, so rein platzmäßig, auch ein ganzes Spanferkel frittieren könnte (Idee ist gut, merken für später).
Ich träume von all den netten Menschen, den Gesprächen, der Herzlichkeit und dem ausgelassenen Gelächter. Von Passion zum Kochen und dem Genuss beim Essen. 
So muss es früher gewesen sein, in großen Familien, dieses gemeinsame Kochen und Essen, alle an einem Tisch.
Verbundenheit.
Genuss.
Qualität.

Big Love sag ich da nur, es war großartig, gerne wieder.

Wren


Dienstag, 7. Februar 2017

Placebo-EXTREM

Ich huste ja.
seit letztem Dienstag.
Als Asthmatiker ist man da ja erstmal dezent beunruhigt, aber mit der Lunge ist alles top, kein Atemgeräusch beim Doc, Lungenvolumen ganz toll normal.
Grippaler Infekt: "Tun  Sie, was Ihnen hilft", typisches: ' Mit Medis dauert es 14 Tage, ohne Medis 2 Wochen-Ding'.
Und da ich mich kenne, dass ich solchen nervigen Erkrankungen mehr Aufmerksamkeit schenke, als Ihnen gebührt, setzte ich auf Placebo: Hustentee und Lutschtabletten mit pflanzlichen Wirkstoffen.

Placebo ist kein "Betrug"

Sondern tatsächlich wissenschaftlich erforscht und ein realer Effekt: Der Glauben, ob bewusst oder unbewusst, um eine Wirksamkeit kann tatsächlich helfen: man wird ruhiger, schont sich mehr, ist netter zu sich selbst, und lässt den Körper machen, der dann auch tatsächlich auf die Heilung fokussiert, statt sich zu stressen. Globuli und Co. beruhen auf diesem Prinzip (und der Tatsache, dass Heilpraktiker einfach mehr Zeit für ihre Patienten haben als Ärzte-> seelisches Wohlfühlen. Und Leute, das macht sie nicht "schlechter" als Schulmedizin. Man sollte halt nur wissen welches Mittel was kann und wann man es anwendet. Bei einer Leberruptur Globuli zu verabreichen, ist mindestens so unangemessen, wie Antibiotika bei einer Virusinfektion . Außer, es droht eine nachfolgende bakterielle Infektion, aber ich schweife ab...). Bei unkomplizierten  Infekten sind diese Mittelchen also auch bei mir Mittel der Wahl, ich fühle mich umsorgt und sicher und das schadet nie. 
Also schlürfe ich Eimerweise Tee und lutsche ganze Packungen von den Moos-Tabletten weg. Das Geschlabber feuchtet auch gut Gaumen und Hals an, hilft also tatsächlich. Nur nicht immer und auch nicht Nachts, da wache ich auf und huste, zwar ohne Luftnot und ich habe da auch irgendwie die Heizungsluft im Verdacht, aber es nervt.

Also ging ich Gestern zur Apotheke.

"Hallo, ich hätte gerne etwas gegen meinen Hustenreiz"

Apotheker: "Hätten sie gerne etwas pflanzliches?"
"Nein,  ich hätte gerne etwas mit Wirkstoff, Placebos nehme ich schon"
Also bekomme ich einen Hustenstiller mit und bin glücklich.

Zu Hause stelle ich die kleine Packung auf meinen Nachttisch, denn ich soll den bei Bedarf abends, vor dem Schlafen nehmen.

Nur: Gestern Abend war nichts mit Husten. Ich schlief durch, ohne Husten und ohne Hustenstiller. Heute Morgen bleibt nur noch ein leichtes Kratzen im Hals, kein Hustenreiz.

Was meinst du ? Korrelation oder nicht?

Das Geld ist jedenfalls weg *narf*

Wren

Freitag, 3. Februar 2017

Waagengezwitscher #3- Der Hofnarr hat Urlaub

The Queen is not amused...
Denn sie sieht die Faxen des Hofnarren durch den niesattackeninduzierten Tränenschleier nicht. Das monatliche Frauenproblem + die Erkältung sollten für ordentlich Wassereinlagerungen gesorgt haben (mein Ring passt mir nicht mehr^^°) und DAS will ich echt nicht sehen, liebe Leute. Diese Woche hat der Hofnarr also frei, und Zeit noch ein paar Kunststücke zu verinnerlichen.

Aus dem Tagebuch der Zaunkönigin: Dienstag begann das Unheil der erneuten Seuchenattacke (bei Geburt meines ersten Kindes werde ich auf jeden Fall auch die 13. Fee einladen, nur um sicherzugehen). Meine Anwesenheit war durch die minütlichen Hustattacken im ganzen Schloss schon von weit her zu vernehmen, was den von mir geliebten Überraschungseffekt, plötzlich irgendwo unerwartet aufzutauchen, zunichte machte. Der Medicus empfahl mir Halspastillen und grüne Blätter und riet mir sodann zum Aussitzen, die Einhorntränen um den schlimmen Influenzafluch abzuhalten, hatte ich ja bereits im Oktober bekommen. Heute sodann ging der Fluch in die Niesphase über und ich beschloss, aufgrund der Unberechenbarkeit dieser  Attacken, lieber vorerst keine Papiere mehr zu unterzeichnen.
Man bringe mir Früchte und Süßigkeiten!

Zum Glück ist jetzt Wochenende. Und zum Glück habe ich gestern 5 Liter Eintopf gekocht, eine Hommage an die Kindheit: Möhreneintopf mit Hack. Am zweiten Tag schmeckt sowas ja immer am besten, gell?  

Ein schönes Wochenende!

WREN






Mittwoch, 1. Februar 2017

SKREI-Der nordische Wanderer, asiatisch angemacht. UND: HALLO an EVA B.!



Wer jetzt denkt, SKREI ist die nordische Version von SCREAM, ist falsch gewickelt, denn tatsächlich handelt es sich bei diesem Begriff um einen Fisch, genauer gesagt um den Winterkabeljau. Und dessen Name ist Programm!

Denn SKREI bedeutet auf Norwegisch "wandern", und genau diese Eigenschaft macht das Fleisch dieses Fisches so fest und zu einer wahren Delikatesse. Nachdem der Kabeljau nämlich so 5-6 Jahre in der knackigkalten Barentssee herumschwamm, packt ihn mit 6-7 Jahren das Fernweh und er macht sich auf die Flossen Richtung Lofoten-Inseln in Norwegens Norden. Dort isses etwas wärmer und vermutlich gibt es da auch gut was zu beißen, denn auch Plankton und alles was Plankton frisst mag warme Meeresströmungen.


Nun darf nicht jeder gefischte Winterkabeljau sich SKREI nennen, Oh Nein!
Er muss nämlich traditionell mit der Handangel oder der Langleine gefangen worden sein und dazu noch  direkt auf dem Boot ausgenommen sowie  mit Meerwasser gereinigt worden sein. Nur die Besten dieser Fische kommen dann als SKREI in den Handel. Wir hatten das Vergnügen am heutigen Tage, und wenn wir fix sind auch noch öfter, denn SKREISAISON ist nur von Ende Januar bis Anfang April.


Skrei hat tolles, weißes, festes Fleisch, einen milden, feinen Geschmack, ist fettarm und kann von daher gut mit oppulenten Soßen UND Zutaten die kein zu starkes Eigenaroma haben, denn sonst bomben die geschmacklich den Fischgeschmack platt. Ich habe mich für Zuckerschoten und Pak- Choi als Gemüse, sowie eine Soße auf Kokosmilch-Mangobasis entschieden.


Den Fisch habe ich fix auf Hautseite in der Pfanne  scharf angebraten und dann bei 150°C für 12 Minuten im Ofen geparkt. Bei so fettarmen Fisch ist es wichtig, den nicht zu lange anzubraten, denn sonst wird der schnell staubtrocken und für Fischmehl ist der definitiv zu schade.



Das ganze Gericht geht auch wieder ratzefatze in 15-20 Minuten, macht aber durch die hohe Qualität echt etwas her.


Skreifilet an gerösteten Zuckerschoten und Pak Choi mit Mango-Kokos-Sauce

Zutaten (für 3 Personen):
450g SKREIfilet
1 Mango
1 Dose Kokosmilch
300g Zuckerschoten
500g Pak-Choi
1 Frühlingszwiebel 
Kokosöl


1/2 Tl 5 Gewürze-Pulver
1/2 Tl Kurkuma
Salz/Pfeffer
(ev. gemahlene Mandeln zum Andicken)


Zubereitung:
1. Skreifilet in drei Stücke schneiden. Mit etwas Kokosöl  auf der Hautseite in einer Pfanne 2 Minuten scharf anbraten.
2. Filets auf ein Backblech (mit Backpapier) legen, Ofen auf 150° vorheizen.
3. Mango in Stückchen schneiden. Kokosmilch in einen Topf geben, mit der Mango köcheln lassen.
4.  Skreifilets für 12 Minuten in den Ofen geben. Die Pak Choi waschen und in einzelne Blätter trennen. Frühlingszwiebel in Ringe schneiden und ein Viertel beiseite legen. Gemüse mit etwas Kokosöl in e eine Pfanne geben, bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten anbraten.
5. 5 Gewürze-Pulver und Kurkuma in die Soße geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und eventuell mit gemahlenen Mandeln etwas andicken wenn die Soße zu flüssig ist.
6. Anrichten, mit ein paar Frühlingszwiebelringen bestreuen

Lass es dir schmecken!


Natürlich muss jetzt noch der Tradition der Leserbegrüßung Genüge getan werden, und so begrüße ich  EVA B. als 32. Leserin meines Blogs! Herzlich willkommen hier *Schokomuffin und Kaffee reicht*!

Für dich habe ich heute den Schlüssel zum Glück mitgebracht, denn so einen kann man ja immer mal gebrauchen, nicht wahr? Nur nicht vergessen, ihn nach Gebrauch wieder an Ort und Stelle zu hängen!

Mach es dir schön!
Deine Wren

Angriff der Superseuche UND HERZLICH WILLKOMMEN "ZWEIT BLICK"!


Die Leser meines kleinen Blogs kennen ja bereits die Tradition, dass jeder neue Follower zeitig nach Entdeckung in einem Post mit einem eigens für ihn ausgesuchten Bild begrüßt wird. Heute heiße ich ZWEIT BLICK herzlich willkommen! *Mandelkekse und Chai-tee reicht*. Dein Bild zeigt eine meiner Basteleien aus Fimo und zwar den:"3 Low-Carb-Freunde-Anhänger", welcher  einen Bacon, ein Ei und einen Broccoli als häufig genutzte Lebensmittel meiner Wahlernährung darstellt, da lohnt sich auch ein zweiter Blick;). Also, viel Spaß hier!

Kommen wir nun zu einemn unerfreulicherem Thema: Der aktuell immer noch und etwa seit November grassierenden Seuche.

Ich habe noch nie so bewusst erlebt, dass so viele Leute zeitgleich so lange krank waren. Selbst das Mensapersonal war zeitweise wohl so ausgedünnt, dass die Zweigmensen nur noch Nudeln anbieten konten, weil für mehr das Personal fehlte. Statt "wie gehts" begrüßt man sich mit "Hi, ich bin schon wieder krank", tauscht Handschlag gegen einen weniger risikoreichen Fistbump und fast schon könnte man meinen, dass Husten und Röcheln, durchbrochen von gelegentlichen explosiven Niesattacken Deutsch als Muttersprache langsam ablösen. Und wem das noch nicht genug war, der hatte noch im ein oder anderen Bundesland die Möglichkeit, sich einen Darmkeim abzuholen, um auch wirklich alle Körperöffnungen an dem Theater beteiligen zu können.Und nein, ich denke nicht, dass das als innere Reinigung gelten kann.

....Again and again...

 Nie habe ich zuvor erlebt, dass Hustenbronchialtee ausverkauft ist, überall, und sich um die letzten Packungen wahre Grabenkämpfe geliefert werden, unterbrochen vom rasselnden Luftholen und giftigen Blicken, weil für eine gepflegte Beleidigung einfach die Luft fehlt. Ich war ja schon im Dezember dezent angepisst, weil mich die Seuchenwelle genau am 23. Dezember erreichte. Das Ergebnis: Ich nahm die Feiertage und meinen Geburtstag eigentlich nur durch einen niesattackeninduzierten Tränenschleier wahr und steckte natürlich alle Gäste an, was, auf zukünftige Einladungen bezogen, keinen guten Eindruck hinterlässt.
Anfang Januar, also knapp 2,5 Wochen später, war der Spuk dann vorbei und die Uni ging wieder los (jeah*Ironie*). Nun, mit Gongschlag zur Prüfungszeit, geht es wieder los. Seit Montag röchel und niese ich wieder munter durch die Gegend, immerhin habe ich mich gegen Grippe impfen lassen so dass ich nun nicht wie 50% meines Freundeskreise, mit 40°C im Bett liege, denn die echte Grippewelle legt jetzt auch richtig los. Also Leute! bleibt gesund!

Was vorbeugend hilft:
- Fistbump statt Händeschütteln
- Hände häufig waschen und desinfizieren
- Nicht ständig mit den Händen im Gesicht rumtatschen, das macht es den Viren leicht.
- Antibiotika nur nehmen, wenn es eine bakterielle Infektion ist. Gegen Viren helfen die nämlich nicht. Und WENN ihr Antibiotika nehmt, nehmt die zuende, sonst züchtet ihr resistente Keime.
- lasst euch gegen Grippe impfen (nein man bekommt von der Impfung keine Grippe, das sind Korrelationen. Wer nach der Impfung krank wird , wäre auch ohne Impfung krank geworden, sprich: Zufall)
- Viel trinken um die Schleimhäute gut feucht zu halten (grad jetzt im Winter), so haben Viren es schwerer.
- Sich viel draußen bewegen, stärkt das Immunsystem.

Was NICHT vorbeugend hilft:
- Warm anziehen: Generellgut und empfehlenswert, als spezieller Schutz vor Erkältungen hilft das jedoch nicht. Erkältung kommt nicht vom "Kalt sein" SONDERN von infektiösen Mikroorganismen die über die Luft, Körperkontakt und Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen) übertragen werden. Sich zu warm anzuziehen kann Erkältungen sogar begünstigen wenn man stark schwitzt und dann durch den Verdunstungseffekt so RICHTIG anfängt zu frieren. Das begünstigt Infektionen.Also nicht übertreiben.
-  wenn Leute im selben Raum krank sind, diese meiden. Wenn du schon im selben Raum bist, ist es eh egal, durch Husten und Niesen verteilen sich die Viren super im ganzen Raum und du bist mitten drin.
- Mit Desinfektionsspray die Möbel abwischen. Die Viren werden durch Körperkontakt oder die Luft übertragen. Auf Holz und Metall überleben die nicht lange.
- Vitamin-C-Präparate. Zu viel wird eh wieder ausgeschieden.
- sämtliche Virenvorbeugungspräparate. Weißte, da lassen die Leute sich nicht impfen weil sie denken sie werden davon krank, schmeißen sich aber stattdessen irgendwelche pflanzlichen, völlig überteuerten Präparate ein. Das dürfte die Viren wenig interessieren, den Geldbeutel dafür umso mehr.

Und wenn es dich doch erwischt hat hilft alles was gut tut, liegen, Spaziergänge, Tees, von mir aus auch Globuli und Cranberrysaft. Geh zum Arzt wenn du hohes Fieber, starke Schmerzen oder Luftnot hast. Ansonsten gilt:

" Mit Medikamente dauert eine Erkältung 2 Wochen , ohne 14 Tage"

Mach es dir schön!

Deine Wren