Freitag, 19. Januar 2018

Der INSEKTENBURGER - Insekten essen mit INSEKTENLUTSCHER.DE [TEST the BEST]


Heuschrecken statt Rind oder Schwein stecken in diesem Burgerpattie

Werbung*// Heute Abend läuft die neue Staffel des Dschungelcamp an. Eine beliebte Aufgabe ist in dieser Show, die Kandidaten Insekten essen zu lassen. Die prominenten Teilnehmer stellen sich mehr oder minder an, und der Zuschauer vor dem Fernseher gruselt sich angemessen. Einschaltquoten garantiert!
Aber gibt es eigentlich, mal abgsehen von unserem angelerntem Ekel, denn in anderen Ländern ist es nicht unüblich, Krabbeltiere zu verzehren, tatsächlich Gründe, die gegen den Verzehr von Heuschrecken, Maden und Mehlwürmern sprechen? Oder fehlt nur eine angemessene Aufklärung und ein Heranführen der Menschen an das Lebensmittel "Insekt"?


Lebensmittel mit Insekten - Eine mutige Idee!

Die Jungs und Mädels von Insektenlutscher.de vertreten ganz offensichtlich die zweite Ansicht: In ihrem Shop finden sich allerlei Lebensmittel mit Heuschrecken, Mehlwurm und Co. . Viele sind eher Gimmicks, wie zum Beispiel die Lutscher, was ich übrigens für perfekt halte, um Menschen über den Gruseleffekt an die ganze Sache heranzuführen. Denn wer sich erst ekelt, dann aber zu dem Entschluss kommt, dass so ein im Lutscherinsekt "garnicht mal so schlimm" ist, probiert vielleicht die Schokolade  mit den nussig-knusprigen Mehlwürmern  und dann vielleicht sogar das Burgerpattie, womit man dann  schon wirklich im "ernsthaften" Foodsegment angekommen ist.

Aber warum überhaupt Insekten essen?

Die Pattiemischung von Insektenlutscher.de auf Grünkernbasis. Mit dabei: Die Heuschrecken.


Der Verzehr von Insekten als Fleischalternative könnte gleich mehrere Probleme der industriellen Fleischproduktion lösen:

1.Haltung, Futter, Kosten

Wir alle wissen um die oft nicht gerade artgerechten Produktionsbedingungen unseres Steaks oder Schnitzels. Neben Biofleisch oder dem kompletten Verzicht böten sich Insekten geradezu als Alternative an: Es ist wesentlich leichter, Insekten artgerecht zu halten als Säugetiere, denn sie stellen weniger Bedingungen an ihre Umgebung. Während ein Rind über 10 kg Futter vertilgt, um einen kg Fleisch anzusetzen, ist die Bilanz bei Insekten viel besser: 10 kg Futter reichen aus, um 9 kg verzehrbare Heuschrecken zu produzieren.

Dass das Ganze, selbst bei höchster Futterqualität, in der Produktion ungleich günstiger ist, ist klar: Insekten brauchen weniger Platz, weniger Futter und sind viel schneller ausgewachsen, also verzehrfertig.

2. Nährwerte.

Das günstigste Lebensmittel bringt nichts, wenn die Nährwerte nicht passen. Das ist hier nicht der Fall: Heuschrecken stehen im Eiweißgehalt dem von Huhn in nichts nach und warten mit zusätzlichen wertvollen Mineralien und Vitaminen auf. Dabei sind sie zugleich fettarm und darum auch gute Snacks für zwischendurch.


Wir sehen also, Insekten sind eine wunderbare und günstig zu produzierende Eiweißquelle. Aber: schmecken sie auch?

Um das für euch herauszufinden, wagte ich mich ran, an den Insektenburger. Wenige Tage später erreichte mich bereits die Mischung für das Pattie, das Experiment konnte also beginnen!

Natürlich wurden die Buns selber gebacken, und passende Saucen ausgewählt. Ich entschied mich für etwas Exotik: Mango-Curry-Sauce, Chilijam und Avocado.

Das Bun vor dem Ofen

Und, wie war der Insektenburger?

Ich muss ehrlich gestehen: Ein wenig mulmig war mir beim Anrühren der Pattiemischung schon, denn diese sah nach dem Quellen nicht wirklich appetitlich aus und schmeckte im Rohzustand auch echt seltsam.

FREUND war schon etwas demotiviert ("müssen wir das essen?") und auch ich war nicht überzeugt.

ZU UNRECHT!

Denn, als die Patties geformt und gebraten waren, hatten sie geschmacklich eine komplette Verwandlung durchlaufen: Mild-samtig-nussig und sehr, sehr lecker. SO lecker, dass Freund die Patties, die nicht für unser Testessen gebraucht wurden, direkt für die Arbeit am nächsten Tag reservierte.

Der schließlich komplett zusammengbauter Burger ist ein Gericht, welches ich durchaus öfter essen könnte, und ich werde die Patties definitiv nachbestellen, denn sie sind zwar kein Ersatz für ein gutes Steak, aber definitiv eine leckere Ergänzung des Speiseplans! Vielen Dank an Insektenlutscher.de für diese horizonterweiternde Kooperation

Du möchtest das Rezept? Nichts lieber als das:




Der INSEKTENBURGER mit Mango-Curry-Sauce, Chilijam und Biskuitbuns
Zutaten (für 4 große Burger):

Buns
250g Weizenmehl
1El Backpulver
60g eiskalte Butter
150ml Buttermilch
2EL Honig 

1 Eigelb


Patties:

Mango-Curry-Sauce

 Fleisch einer 1/2 sehr reifen Mango, in 1cm große Würfel geschnitten
150g Creme-Fraiche
1/2 Tl Currymischung der Wahl, gemahlen
Salz, Pfeffer



6 Tl Chilijam 

1 Avocado, geschält und in Scheiben geschnitten

6 Blätter Kopfsalat

Kokosöl

Zubereitung:
1. Die Patties nach Anweisung auf der Packung quellen lassen
2. Für die Buns alle Zutaten bis auf das Eigelb zu einem Teig verkneten (soll etwas klebrig sein). Diesen auf einer bemehlten Fläche 1cm dick ausrollen,  wieder zusammenlegen. Diesen Schritt 6 mal wiederholen, so wird das Bun später schön fluffig. 4 Buns ausstechen, mit Eigelb bestreichen, mit etwas Sesam toppen und bei 180° auf mittlerer Schiene im Ofen etwa 25 Minuten goldgelb backen.
3. Für die Currysauce alle Zutaten vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
4. Buns aus dem Ofen holen, abkühlen lassen, aufschneiden.
5. Aus dem Pattieteig Patties formen und in einer Pfanne in etwas Kokosöl ausbraten.
6. Anrichten: Auf den Burgerboden den Salat legen, darauf ein Viertel der Avocadoscheiben verteilen, mit Chilijam toppen, Burgerpattie oben drauf, mit Curry-Sauce toppen und mit oberer Bunhälfte deckeln.


Einen guten Appetit!

* Patties zur Verfügung gestellt von Insektenlutscher.de


Deine Wren











Donnerstag, 4. Januar 2018

Rinderfilet an Pastinaken-Sellerie-Püree mit krossen Zwiebeln, Knoblauch-Liquid-Smoke-Butter und Serranochips (Low Carb)


"Du hast ein 300g-Steak gegessen?" meinte Freundin P. gestern entsetzt.
Ganz ehrlich, lieber Leser: ist das wirklich so massiv viel? ein Doppelter Cheeseburger hat ja schon locker 200g Fleisch. Da ist ein schönes Rinderfiletsteak gesünder, kalorienfreundlicher ( ein doppelter Cheeseburger hat, ohne Beilagen, mal eben 800kcal) und, mit diesem sagenhaften Püree, auch viel leckerer, oder?

Den Liquid smoke bekommt ihr übrigens im Supermarkt oder auch online. Das ist so ein ganz geniales flüssiges Rauchkonzentrat, hergestellt aus kondensiertem und mit Wasser vermischtem Rauch, mit dem man allerlei Dingen ein nettes Räucheraroma verpassen kann. Der Smoke ist sehr ergiebig: Für die Butter reicht schon ein Tropfen aus.






Rinderfilet an Pastinaken-Selleriepüree mit krossen Zwiebeln und Knoblauch-Liquid-smoke-Butter
750kcal p.P
Zutaten für 2 Personen:
2 *300g Stücke Rinderfilet
20g Serranoschinken in Scheiben

Salz

300g Knollensellerie, gewürfelt
200g Pastinaken, gewürfelt
(Nach Belieben noch 1 schwarze Knoblauchzehe)

20g Butter
1Knoblauchzehe, fein gehackt
1 Tropfen Liquid Smoke
Salz

100g Zwiebeln gewürfelt
10g Butter

Zubereitung:
1. Pastinaken und Knollensellerie in einem Topf in Salzwasser garen.
2. Eine ofenfeste Pfanne auf dem Herd heiß werden lassen. Ofen auf 160° Umluft vorheizen
3. Die Filets mit einer Grillzange in die heiße Pfanne geben und scharf von beiden Seiten anbraten.
4. Die Pfanne vom Herd nehmen. Zwiebeln, Serranochips und 10 gramm Butter hinzufügen, und das Ganze 20 Minuten im Ofen garen.
5. Pastinaken und Sellerie abgießen und pürieren (wer schwarzen Knoblauch hat, püriert eine Zehe mit rein). Mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat abschmecken.
6. Für die Butter 20g Butter, den gehackten Knoblauch und Liquid Smoke vermischen, mit Salz abschmecken.
7. Nach 20 Minuten die Steaks aus dem Ofen nehmen. 10 Minuten ruhen lassen.
8. In der Zwischenzeit den restlichen Pfanneninhalt (vorsicht! heißer Pfannengriff!) knusprig braten.
9. Auf jeden Teller ein Steak geben, mit Butter und Serranochips toppen.
10. Püree anrichten und mit Zwiebeln toppen.

Guten Appetit!

Wren